Über 20 Jahre Raubtierschutz

Seit 1996 wirft die Interessengemeinschaft artgerechter Raubtierschutz (IGAR) e.V. als spezialisierte Raubtierschutzorganisation einen kritischen Blick auf die Situation von Raubtieren im Freiland und in Gefangenschaft. Das Hauptaugenmerk legen wir dabei auf Arten, die bei den großen Naturschutzverbänden zu kurz kommen, auf Vertreter aus der Gruppe der sogenannten Kleinraubtiere, der Marder, Kleinbären, Hunde, Kleinkatzen, Schleichkatzen und Mangusten.

In Zoologischen Gärten sind Kleinraubtiere unterrepräsentiert, sie stehen im Schatten von Großprojekten für große Tiere, wie Elefanten, Menschenaffen, Giraffen und anderen vermeintlichen Publikumslieblingen. Wenn Kleinraubtiere gehalten werden, sind es hauptsächlich solche, die ihrerseits als Publikumslieblinge gelten, wie z.B. Erdmännchen.

Für das Freiland ist die Wissenslage über die Verbreitung, Bedrohung und Lebensweise der meisten Kleinraubtiere weiterhin dürftig.

Wir unterstützen seit nunmehr über 20 Jahren Projekte zum Schutz von Raubtieren weltweit. Wenn Sie uns unterstützen möchten: Werden Sie Mitglied der IGAR oder spenden Sie unter Angabe Ihres Lieblingsraubtiers, wir werden ein Projekt finden, dass sich zu unterstützen lohnt.

Die IGAR ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, der vom Finanzamt Berlin als besonders förderungswürdig anerkannt worden ist.

IGAR Logo

Geförderte Projekte

Ausgewählte Projekte, die wir in der Vergangenheit gefördert haben:

Erforschung der Räuber-Beute-Beziehungen zwischen Pumas und Guanakos/Vikunjas in Südamerika (über die Stiftung Artenschutz):

Im argentinischen Nationalpark San Guillermo werden die Räuber-Beute-Beziehungen zwischen den südamerikanischen Kameliden und dem Puma im Hinblick auf die Bedeutung dieser Tierarten für ihre Lebensräume untersucht. (Foto: © Marco Escudero)

Grundlagenforschung am südamerikanischen Meeres- oder Küstenotter (Lontra felina):

Die auf wasserlebende Säugetiere spezialisierte Artenschutzgesellschaft YAQU PACHA fördert in Peru Grundlagenforschung an dem einzigen Otter, der neben dem Seeotter auf den Nahrungserwerb im Meer abonniert ist. Es gibt auch Populationen anderer Otter, wie beispielsweise Eurasischer Fischotter (Lutra lutra) an Schottlands Küsten, die im Meer jagen, die meisten von denen fischen aber lieber im Süßen. Der Küstenotter steht ganz grundsätzlich auf „Frutti di Mare“ (Foto: © Kevin Schäfer).

Untersuchung der Habitatnutzung des Sunda-Nebelparders:

Der Sunda-Nebelparder wurde erst im Jahr 2006 als eigene Art klassifiziert. Eine der wichtigen Fragenstellungen, die in diesem Forschungsprojekt untersucht wurde, war, wie Nebelparder in forstwirtschaftlich genutzten Wäldern zurechtkommen. (Foto: © Andreas Wilting / Azlan bin Mohamed)

Projekt zur Rettung des Äthiopischen Wolfes (über die Stiftung Artenschutz)

Der Äthiopische Wolf (Canis simensis) ist ein unglaublich schöner Canide, der nur in einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet, in kleinen, versprengten Gruppen vorkommt, die hochgradig anfällig sind für die Hybridisierung mit Haushunden und der Ansteckung mit Haushundekrankheiten, insbesondere der Tollwut. Eine tolle Bilderserie dieses Wolfes, den die Wissenschaft zunächst für einen Schakal gehalten hat und der sich hauptsächlich von Nagetieren, wie den Afrikanischen Maulwurfsratten ernährt, die er entweder ausgräbt oder nach elegantem Mäuselsprung erlegt, gibt es auf www.arkive.org.

Grundlagenforschung zum Riesenstreifenmungo - ein Projekt der ZGAP

Der Riesenstreifenmungo ist eine dieser Arten, die kaum jemand kennt und über den die westlichen Wissenschaften vor diesem Projekt so gut wie nichts wussten. (Foto: © Jana Jeglinski)

Unterstützung des Vereins zur Erhaltung des Europäischen Nerzes (EuroNerz) e.V.

Der europäische Nerz galt in Deutschland als ausgerottet. EuroNerz betreibt Erhaltungszsucht und ist an Auswilderungsprogrammen beteiligt. (Foto: © EuroNerz).

RaubtierPark

Ein Projekt, das wir bislang nicht realisieren konnten, ist das Erhaltungszuchtzentrum für Kleinraubtiere, der Artenschutz- und Naturerlebnispark RaubtierPark. Bei allen bisherigen Versuchen, Pläne für den RaubtierPark umzusetzen, hätten wir zu viele Kom-promisse machen müssen. Bei der Einhaltung hoher Standards bei Tierhaltung, Umweltbildung und Forschung sind wir allerdings kompromisslos.

Die Realiserung des RaubtierPark bleibt weiterhin auf der Agenda der IGAR.