Begeisternde Viecher

Fleckenmusang Schon die Namen der Tiere, um dies es uns geht, sind absolut nicht gewöhnlich:
Sonnendachs ist z.B. nicht einfach nur der Genitiv eines Autoschiebefensters! Palmenroller beschäftigen sich nicht mit dem Verschieben tropischer Gewächse. Der Zorilla ist kein, in einem Tierpark wohnender Gorilla. Beim Waldhund handelt es sich nicht um den Diensthund eines Försters. Der Europäische Nerz hängt normalerweise nicht auf einem Bügel, weil er kein tierquälerisch erzeugtes Produkt von Kürschnern aus dem Wirtschaftsgebiet der EU ist und Maikong und Meikong wollen nicht miteinander verwechselt werden.

Über die Lebensumstände dieser und vieler weiterer ebenso faszinierender Geschöpfe, wissen wir vor allem eines: So gut wie nichts!

Doch auch die etwas größeren sind immer für Überraschungen gut: Der Nebelparder, der ohnehin eine Zwischenstellung einnimmt, zwischen den Großen und den Kleinen, in diesem Fall zwischen den Klein- und Großkatzen, dabei aber unglaublich große Zähne sein eigen nennt, scheint neueren Untersuchungen zufolge in zwei eigenständigen Arten zu existieren, dem „normalen“ und dem Borneo-Nebelparder, die sich nicht nur genetisch, sondern auch optisch von den anderen Vertretern unterscheidet. (Der auf Borneo ist erheblich dunkler als die anderen.)

Da wir bei aller Begeisterung für die Kleinen aber nicht kleinlich sind, machen wir uns durchaus auch Sorgen um Vertreter der großen Raubtiere. Ähnliches wie für den Nebelparder gilt für den Javaleoparden, der eine Sonderstellung unter den Leopardenunterarten einnimmt. Wie weit diese genetische Besonderheiten gehen, darüber dürfen sich gerne die Taxonomen streiten. Tatsache ist, dass er schon deshalb erhaltenswert ist, weil sein äußeres Erscheinungsbild (auch er ist dunkler als viele seiner Kollegen und es gibt verhältnismäßig viele komplett schwarze Individuen) und seine Verhaltensanpassungen perfekt an die spezifischen Anforderungen des Lebensraums Java angepasst sind. Leoparden, die sich über etliche Generationen hinweg z.B. den vorderasiatischen Halbwüsten angepasst haben, kämen hier nur schwer zurecht und umgekehrt!

Wie es um die natürlichen Lebensräume von Raubtieren weltweit bestellt ist, braucht hier wohl nicht näher erläutert werden!

Es gibt also etwas zu tun, machen wir mit!